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Würzburger Forschende entwickeln Schnelltest für Grippe mit Start-up FlareOn Biotech

Ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität Würzburg um Prof. Lorenz Meinel arbeitet gemeinsam mit der TU Braunschweig und der Universität zu Köln an einem neuartigen Schnelltest zur Erkennung von Grippeinfektionen – buchstäblich zum „Er schmecken“.

Das innovative Diagnostiksystem nutzt das Sensormolekül Thymol, einen natürlichen Bestandteil des Thymians, in Kombination mit einem virusspezifischen Zuckerbaustein. Kommt dieser Wirkstoff – etwa in Form eines Kaugummis oder Lutschers – mit dem Speichel infizierter Personen in Kontakt, wird Thymol freigesetzt und ein charakteristischer Geschmack wahrgenommen. So lässt sich eine Influenza-Infektion innerhalb weniger Minuten erkennen – ganz ohne Labor, Strom oder medizinisches Personal.

Das Prinzip ist flexibel und kann sowohl geschmacklich angepasst als auch auf andere Krankheitserreger übertragen werden. Damit bietet die Methode großes Potenzial für eine kostengünstige, einfache und weltweit verfügbare Diagnostik.

Zur weiteren Entwicklung der Technologie arbeitet das Forschungsteam mit dem Würzburger Start-up FlareOn Biotech GmbH zusammen, das 2024 aus der Universität hervorgegangen ist. Ziel ist es, das System für die großtechnische Produktion und den Praxiseinsatz zu optimieren.

Die wissenschaftlichen Grundlagen des neuen Ansatzes wurden kürzlich im Fachjournal ACS Central Science veröffentlicht.

Das IGZ Würzburg freut sich, dass erneut ein Gründungsprojekt aus dem Umfeld von Prof. Meinel entsteht. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Projekte aus seiner Arbeitsgruppe begleitet – ein gutes Beispiel für erfolgreichen Wissenstransfer.

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